Ihr erinnert euch vielleicht, dass uns Sydney sehr gut gefallen hat, aber Melbourne hat uns ebenfalls sehr begeistert! Wir mochten diese Stadt mit ihrer entspannten Atmosphäre, aber auch die Umgebung, die sehr schöne Ausflugsmöglichkeiten bietet.
Was haben wir also in Melbourne und Umgebung entdeckt? Und was hat den Kindern gefallen?
Im Stadtzentrum:
- Die Kinder fanden es toll, mit einer alten Straßenbahn eine Runde durch die Stadt zu drehen: Puh, man muss nicht stundenlang laufen! Und außerdem ist es kostenlos, wie alle Verkehrsmittel im Zentrum.
- Wir mochten alle die Graffitis, die man in den „Lanes“ bewundern kann: diesen schmalen Gassen, die eine große Straße mit einer anderen verbinden. Melbourne ist berühmt für seine Street Art.
- Ich war vom Inneren der Bibliothek in Melbourne beeindruckt.
- Wir sind durch sehr hübsche Passagen im viktorianischen Stil geschlendert.
- Die Museen wirkten vielversprechend, aber weil das Wetter so schön war, haben wir es lieber genutzt, um draußen herumzulaufen.
- Wir sind durch den Botanical Garden spaziert, wo Titpuce und Ticoeur den Spielplatz genutzt haben.
- Nicht verpassen: den Victoria Market. Ein sehr schöner Markt mit unglaublich verlockenden Essensständen.
- Und schließlich haben wir die warme Atmosphäre der Bars bei Sonnenuntergang am Fluss sehr genossen. Ich empfehle euch die Pony Fish Island Bar, wo wir unter der großen Brücke einen schönen Moment hatten.


Die Bibliothek
In den Lanes

In Saint Kilda:
Wir haben einen ganzen Tag in Saint Kilda verbracht, einem schönen Stadtteil von Melbourne direkt am Meer.

In Saint Kilda kann man:
- Am Strand spazieren gehen und je nach Saison auch baden.
- Über den Pier laufen und dabei eine sehr schöne Aussicht auf das Zentrum von Melbourne genießen.
- Durch die lebhaften Straßen des Viertels bummeln und dabei Acland Street mit all seinen Konditoreien und Cafés nicht verpassen.
- Wir haben in einem vegetarischen Restaurant mit einem originellen Konzept zu Mittag gegessen: Man zahlt, was man möchte! Es gibt keine Preise auf der Karte. Man isst, genießt und legt am Ende seine Spende in eine kleine Kasse. Es war sehr gut, deshalb empfehle ich euch einen Besuch: Lentils as Anything.
- Sich in ein Café mit Bohème-Atmosphäre setzen: Uns gefiel das Iddy Biddy.
- Eine Pause im botanischen Garten machen, wenn die Kinder nach einem Spielplatz fragen.
- Bei Sonnenuntergang kann man am Ende des Piers Zwergpinguine sehen (wir haben allerdings nicht gewartet…).
- Etwas weiter die Küste entlang haben wir diese schönen Strandhäuschen am Brighton Beach gesehen:

Wilsons Promontory:
Das liegt 2,5 Stunden von Melbourne entfernt. Dieses Kap bietet viele Möglichkeiten für Spaziergänge, Wanderungen und Badepausen, und man kann dort auch wilde Tiere beobachten: Wir haben Emus und Kängurus gesehen, aber es gibt auch Wombats und Ameisenigel. Mehr Details zum Abschnitt zwischen Sydney und Melbourne findet ihr im vorherigen Beitrag.



Die Great Ocean Road:
Wir sind diese legendäre Straße entlanggefahren, die kurz hinter Melbourne beginnt, gemeinsam mit Virginie und ihrer Familie, die wir schon in Neuseeland getroffen hatten. Wir haben drei Tage zusammen verbracht, und es war wirklich eine Gelegenheit für schöne gemeinsame Momente. Ticoeur und Titpuce freuten sich sehr, so nette Spielkameraden zu haben! Jede Familie hatte ihren eigenen Campervan.
Auf der Great Ocean Road liegen die schönsten Abschnitte kurz vor und kurz nach Port Campbell. Das waren genau unsere Stopps unterwegs:
Tag 1: Richtung Geelong, ganz in der Nähe des Beginns der GOR. Übernachtung im angenehmen Park der Stadt (kostenlos).
Tag 2: Bells Beach (legendärer Strand, von dem im Film Point Break die Rede ist, also ein großer Treffpunkt für Surfer), dann Picknick am Strand von Anglesea, wo ich baden gehe (das Wasser hatte 19 °C). Stopp zum Beobachten von Koalas am Kennett River, dann weiter zum kostenlosen Campingplatz bei Stevenson Falls (sehr schöner Platz im Wald). Dort haben wir ein Lagerfeuer gemacht.
Tag 3: Apollo Bay (vermeidet den Umweg zum Leuchtturm, außer ihr seid bereit, Eintritt zu zahlen; ohne zu zahlen sieht man nichts, nicht einmal die Außenansicht). Schließlich sind wir weiter zu den berühmten 12 Aposteln gefahren. Wunderschön! Picknickstopp im Melba Gully State Park (sehr grün, sehr schön). Danach ging es zum Loch Ard: großartig. Bezahlter Campingplatz in Port Campbell. Das war unser letzter Abend mit unseren Reisefreunden!




Die Grampians:
Nach der Great Ocean Road fuhren wir weiter in Richtung Grampians, einem sehr schönen Nationalpark, in dem wir eine Nacht und einen Tag verbracht haben. Dort haben wir viele Kängurus und Wallabys gesehen. Außerdem konnten wir kleine, einfache Wanderungen machen, die gut für Familien geeignet sind. Wir empfehlen:
- Boroka Lookout
- The Balconies
- MacKenzie Falls (40 Minuten einfache Wanderung).


Praktische Informationen zu Melbourne:
Unterkunft: In Melbourne haben wir in einer Jugendherberge geschlafen, die eher wie ein sehr schönes Hotel wirkte, im Viertel South Yarra. Hohe Decke, Kamin und Parkett in unserem schönen Familienzimmer. Die Badezimmer sind gemeinschaftlich, und es gibt auch eine Küche zur Verfügung. Wir fanden das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut -> Hotel Claremont Guesthouse.

Parken: Beim Parken hatten wir Glück, denn wir waren am Wochenende dort, sodass die Straßen neben unserer Unterkunft in South Yarra kostenlos waren. Wir sind zu Fuß ins Zentrum gegangen. Das dauerte eine gute halbe Stunde. Abends sind wir mit dem Taxi zurückgefahren. Es gibt auch Busse, aber dafür muss man aufladbare Karten kaufen, was unpraktisch ist, wenn man nur kurz bleibt. Im Zentrum selbst sind die Verkehrsmittel kostenlos. In Saint Kilda haben wir kostenlose Parkplätze rund um den kleinen botanischen Garten gefunden. Und am Victoria Market haben wir die kostenpflichtigen Parkplätze genutzt (2 Stunden), aber Achtung: Man muss früh kommen, um einen Platz zu bekommen (wir waren gegen 9 Uhr dort).
Transport: Wir hatten bis Melbourne ein Auto und ab Melbourne dann einen Campervan (also für die GOR und die Grampians).
Die nächste Etappe unserer Australienreise: die Durchquerung des Outbacks! Fortsetzung folgt!
Und ihr? Habt ihr Lust, eines Tages nach Melbourne zu reisen?



