Welche sind die schönsten Tempel von Bagan? Wie organisiert man seinen Besuch? Welche sind die schönsten Spots für Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang? All das sind Fragen, die man sich stellen kann, wenn man die Weite dieser Anlage entdeckt. Bagan ist ein Höhepunkt jeder Reise nach Myanmar. Es ist ein Ort von großer Schönheit, ein Ort, der uns verzaubert hat… Wir haben uns Zeit dafür genommen, Tempel für Tempel, aber natürlich haben wir längst nicht alle gesehen, denn es gibt mehr als 2000! Man muss also auswählen. Wir blieben 5 Tage und erkundeten die Orte mit dem Fahrrad, und das war sportlich, natürlich wegen der Kinder!
Hier also, nach unserer Erfahrung, eine Auswahl der Tempel, die wir empfehlen:
Bagan und seine unverzichtbaren Tempel:
Dahmmayan Gyi Phaya: wie eine große Pyramide – beeindruckende Höhen im Inneren – doppelter Buddha.

Htilominlo: wegen Innen- und Außenansicht – sehr touristisch. Man sollte auf den kleinen quadratischen Tempel direkt daneben steigen, um ihn wie auf diesem Foto zu betrachten…

Sulamani Temple: sehr elegant…

Gawdaw Palin: vor allem wegen der Außenansicht…

Ananda: ein Tempel, der von den Einheimischen genutzt wird, daher viel Betrieb, aber wenige Touristen.

Pyathadar Hpaya: schöne und große Terrasse…

Die besten Spots für Sonnenuntergang/Sonnenaufgang:
Bulethi: der touristische Spot, der Nyaung U am nächsten liegt.
Alodowpyi Pagoda: in der Nähe von Bulethi – viel weniger Menschen – die Aussicht für den Sonnenuntergang befindet sich auf dem kleinen Tempel neben der goldenen Pagode.

Shwesandaw: Das ist der bekannteste Spot. Wir mochten ihn für den Sonnenaufgang. Beim Sonnenuntergang sahen wir schon aus der Ferne, dass dort wirklich viel zu viele Menschen waren.

Myauk Guni und Shwe Leik Too:

Tagsüber entdeckten wir zwei weitere Tempel, die uns aufgrund ihrer Ausrichtung potenziell gute Kandidaten zu sein scheinen: Bu Paya (für eine Aussicht auf den Fluss) und Tha Gyar Pone Paya.
Kleine Bemerkung nebenbei: Ja, es lohnt sich, früh aufzustehen, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Warum? Ich fand das Licht durch den Morgennebel geheimnisvoller, und vor allem gibt es die Heißluftballons! Also, nur Mut!
Sekundäre Tempel, die uns sehr gefallen haben:
Gu Byauk Gyi: wegen des Innenraums (innen sind Fotos verboten).

Shwe Nan Yin Taw: Dabei handelt es sich um ein Kloster mit mehreren Bereichen…

Bu Paya: schöne Aussicht auf den Fluss…

Thambula: wegen des Innenraums…

Ein namenloser Tempel: gepflegter Garten (hier: 21,18479833° 94,8793°)

Es gibt auch die sehr großen Tempel, die nicht unbedingt unsere Favoriten sind, aber sie sind groß 😉 :
- That Byin Nyu
- Shwezigon Paya
- Dhammayazika
Und weitere Tempel, die wir besucht haben, die uns aber weniger geprägt haben:
- Gu Byauk Nge
- Myazedi Pagoda
- Shwegu Gyi Phaya
- Tayok Pye Temple
- Maha Bodhi Phaya (auf dem Foto unten)

Und stellt euch vor: Bei jedem Tempel haben wir die Schuhe aus- und wieder angezogen 😉
Praktische Informationen:
- Transport ab Mandalay: Wir nahmen den Minibus (5 Std. – Ticket 6 € – wir kauften 3 Tickets für uns 4). Man kann die Strecke auch mit dem Boot zurücklegen, aber das kostet 45 $ pro Person und dauert etwa 9 Stunden.
- Transport vor Ort: Man hat die Wahl zwischen Fahrrad, Elektrofahrrad oder Elektroroller. Wir entschieden uns 4 Tage lang für das Fahrrad, aber am 5. Tag war ich müde, also mieteten wir Fahrräder mit elektrischer Unterstützung, und das hilft wirklich, vor allem wenn man die Kinder hinten drauf hat! Beim Roller solltet ihr aufpassen, denn im Sand kann man wegrutschen. Ich empfehle ihn daher nicht unbedingt, außer ihr beherrscht diese Art Fahrzeug gut. Vom Kraftaufwand her ist es natürlich am einfachsten ;-).
- Eintrittstickets für Bagan: theoretisch 15 $ pro Person. Ich sage „theoretisch“, denn wir begegneten weder einem Schalter noch jemandem, bei dem wir Tickets hätten kaufen können… Ein Rätsel? Später erfuhren wir, dass diese Tickets bei der Ankunft des Bootes gekauft werden (das wir nicht genommen haben) oder irgendwo an der Straße an einem Schalter, an dem die Busse halten sollen. Nur weiß ich nicht, warum unser Bus nirgendwo anhielt. Merkwürdig also. Jedenfalls sind die Tickets eine Woche gültig, und angesichts der Anlage ist der Preis gerechtfertigt.
- Wie lange vor Ort? Wir blieben 5 Tage, was viel ist, weil wir uns auch ausruhen, mit den Kindern spielen, Schule machen wollten… Ich würde sagen, idealerweise sollte man 3 Tage für Bagan einplanen, um die Orte richtig zu genießen.
- Und mit Kindern? Wie ich schon mehrmals gesagt habe, sind unsere Kinder Fans von Buddha-Statuen und finden die Treppen lustig, die man hinaufsteigen muss, um manche Tempel zu erklimmen, besonders wenn man eine Taschenlampe braucht, weil es nach Abenteuer aussieht! Aber das ist nicht unbedingt bei allen Kindern so. Bleibt also nicht zu lange vor Ort, wenn eure Kinder sich langweilen könnten (2 Tage vor Ort können reichen). Abgesehen von den Tempeln mochten Ticoeur und Titpuce besonders die Restaurants in Bagan, denn dort fanden sie Joghurt, Holzofenpizza, Pancakes, hausgemachte Hamburger, und alles war ausgezeichnet! Beim Fahrrad ist es einfach: keine Kindersitze. Wir nahmen ein Fahrrad mit gepolstertem Gepäckträger für Ticoeur, und Titpuce war in der Ergobaby-Trage. Zum Glück sind die Straßen und Wege ruhig.
- Ausrüstung: Für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang solltet ihr unbedingt Westen und Windjacken einplanen sowie Mückenschutz (wir hatten nicht viele Mücken, aber Vorsicht ist besser). Schließlich ist eine Taschenlampe (oder einfach ein Handy) nützlich, um das Innere einiger Tempel auszuleuchten.
- Heißluftballon: Wenn ihr das Budget habt, muss das eine unvergessliche Erfahrung sein, aber es kostet immerhin 350 $, also haben wir darauf verzichtet.
Unsere guten Adressen in Bagan:
Affiliate-Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links, gekennzeichnet mit „*“. Wenn ihr über diese Links bucht, erhalten wir ggf. eine Provision. Für euch entstehen keine Mehrkosten.
****
- Das Sky View Hotel: großer Favorit. Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Adresse liegt zwar etwas außerhalb des Zentrums von Nyaung U, ihr müsst also 10 Minuten länger radeln, aber die Zimmer sind sehr hübsch dekoriert und sehr komfortabel (wir hatten ein Dreibettzimmer für 50 €, also dasselbe Budget wie in den vorherigen Städten, aber das Hotel ist so viel besser!). Morgens sah man die Heißluftballons in der Ferne. Das Frühstück wird auf der großen Dachterrasse serviert. Hier reservieren*.
- Die Hti Bar: Während der Happy Hour bekommt ihr zwei Gläser Rum Sour für 1 €, und er ist ausgezeichnet! Für die Kinder gibt es tolle Mocktails.
- Die Boutique Everstand: sehr schöne Lackwaren-Boutique in Nyaung U – dort könnt ihr eine sehr interessante Führung durch die Werkstätten machen. Wir fanden diese Boutique besser als die im Lackdorf bei New Bagan. Ich hätte am liebsten alles gekauft 😉
- Restaurants: viele nette Orte, europäisiert, das stimmt, aber sehr angenehm und mit guter Qualität. Zum Beispiel mochten wir: The Moon (vegetarisches Restaurant in schönem Rahmen) in Old Bagan, und in der Straße 4 von Nyaung U: Novel (einfach, gut, günstig und nett), La Pizza (etwas teuer, aber es ist eine echte Holzofenpizza und die hatten uns gefehlt!), The Weather Spoon (sehr guter Hamburger, auch wenn das Fleisch zu durchgegart ist), A Little Bit of Bagan… Kurz gesagt: Es gibt Auswahl, und alle geben sich Mühe!





