Hué in Vietnam: unser imperialer Familienausflug

Nach unserem Aufenthalt in Hoi An sind wir nach Hué weitergereist, in die alte Kaiserstadt. Gleich bei unserer Ankunft war das ein kleiner Schock, denn wir hatten uns so sehr an die ruhige Atmosphäre von Hoi An gewöhnt. In Hué waren wir zurück im Lärm und im Chaos der Motorräder. Wir machten uns sofort auf die Suche nach Fahrrädern, um am nächsten Tag aus der Stadt herauszukommen, denn rund um Hué gibt es sehr schöne Orte zu besichtigen: die Kaisergräber. Wir mussten bestimmt zehn Agenturen und Hotels fragen, bevor wir Fahrräder fanden. Am Ende konnten wir zwei reservieren, aber niemand hatte einen kleinen Fahrradsitz für Titpuce. Wir beschlossen, die Räder trotzdem zu nehmen und unsere Ergobaby-Trage zu benutzen, um unsere Prinzessin während der Tour zu tragen.

Verbotene Stadt HuéDie Verbotene Stadt von Hué

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück holten wir also unsere Fahrräder ab und fuhren in Richtung der Mausoleen. Unterwegs kamen wir durch mehrere Dörfer. Es war sehr angenehm. Wir haben unsere Entscheidung, uns auf dieses kleine Abenteuer einzulassen, nicht bereut!

In mehreren Dörfern, durch die wir kamen, stellen die Bewohner Räucherstäbchen her. Wunderschöne bunte Sträuße!

Hué besuchen

Hué Vietnam besuchen

Welche Kaisergräber sollte man rund um Hué besichtigen?

Wir empfehlen euch drei Orte:

  • Das Mausoleum von Minh Mang: Es liegt am weitesten von Hué entfernt. Wir sind 15 km gefahren, um dorthin zu gelangen. Die Anlage ist sehr angenehm. Die Kinder waren voller Energie, zum Glück, denn die Treppen sind zahlreich und hoch! Es waren nur sehr wenige Besucher dort. Wenn die Frangipani-Bäume blühen, muss es außergewöhnlich schön sein.

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  • Das Mausoleum von Khai Dinh: Das war mein Favorit, weil ich es ganz anders fand als alles, was wir zuvor gesehen hatten. Dieses Mausoleum liegt hoch oben: Man muss sehr große Stufen hinaufsteigen, um es zu erreichen. Die Kinder mochten die Skulpturen am Eingang.

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  • Das Mausoleum von Tu Duc: ebenfalls sehr schön, vor allem der Pavillon auf Stelzen, der der Lieblingsort von Kaiser Tu Duc war, aber auch von Ticoeur und Titpuce. Die beiden blieben dort mit mir plaudern und spielen, während mein Liebster die Anlage besichtigte; danach tauschten wir die Rollen. Zwei Mausoleen zu besichtigen war nämlich perfekt. Drei werden langsam etwas lang ;-). Trotzdem hatten sie dort an der frischen Luft eine sehr schöne Zeit und stellten sich als Kaiser und Kaiserin vor :-).

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Zwischen den einzelnen Mausoleen sind wir ordentlich geradelt. Unterwegs haben wir in einer kleinen einfachen Gaststätte zu Mittag gegessen. Insgesamt legten wir 30 Kilometer zurück. Normalerweise finden wir diese Entfernung leicht, aber hier gab es ständig kleine Steigungen, und ich hatte Ticoeur hinter mir auf dem Fahrrad, während mein Liebster Titpuce im Ergo auf dem Rücken trug… Zum Glück waren die Landstraßen sehr ruhig:

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Die Mausoleen rund um Hué besuchen: praktische Tipps.

  • Die Backpacker-Variante: Ihr könnt wie wir Fahrräder mieten, ABER ich empfehle das nur Leuten, die ans Radfahren gewöhnt sind. Außerdem muss man, bevor man die kleinen Landstraßen erreicht, trotzdem etwa 15 Minuten durch Hué fahren, und das ist mit den Motorrädern etwas mühsam. Kosten für die Fahrradleihe: etwa 1,50 € pro Fahrrad für den ganzen Tag. Ja, das ist günstig!
  • Die klassischere und bequemere Variante: einen Fahrer bei einer der vielen Agenturen in der Stadt buchen. Preis: etwa 30 € für einen Tag für 4 Personen. Das ist nicht sehr teuer und mit Kindern eindeutig am einfachsten. Ihr habt Klimaanlage im Auto und könnt eure Stopps selbst wählen.
  • Eine weitere angebotene Tour: die Hinfahrt mit dem Boot bis zum Mausoleum Minh Mang und die Rückfahrt mit dem Fahrrad: etwa 20 € für 2 Erwachsene und 2 Kinder.
  • Tipp für die Eintrittskarten: Der Besuch der verschiedenen Mausoleen kostet 100.000 VND (4 €) pro Person, kostenlos für Kinder unter 7 Jahren. Am besten kauft ihr am Schalter der ersten Anlage, die ihr besucht, ein Kombiticket; das lohnt sich. Die beste Kombination ist meiner Meinung nach: die drei Mausoleen, von denen ich gesprochen habe, plus die Verbotene Stadt von Hué.
  • Mit Kindern? Diese Besichtigungen funktionieren sehr gut, weil die Anlagen nicht sehr groß sind. Ticoeur und Titpuce mochten sie jedenfalls sehr.

Und Hué selbst?

Wir machten eine Fahrt auf dem Parfümfluss bis zur Pagode der Himmlischen Frau. Wir waren etwas spät dran; es war angenehm, aber die Pagode lag schon im Dunkeln. Den Sonnenuntergang haben wir dadurch verpasst…

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In der Stadt gibt es ein chinesisches Viertel, einen großen Markt, und wir machten eine Pause in der Kunststiftung Lê Ba Dang: Es war interessant, moderne vietnamesische Malerei zu sehen. Fotografieren war verboten.

Die wichtigste kulturelle Sehenswürdigkeit ist schließlich die Verbotene Stadt. Sie erinnerte mich ein wenig an die in Peking, weniger beeindruckend, aber dennoch groß, mit einigen sehr schönen Bereichen. Wegen der Entfernungen zwischen den Sälen, Pavillons und Palästen ist es für kleine Kinder allerdings nicht ganz einfach. Deshalb wählten wir einige Bereiche aus und besichtigten nicht alles. Mit der Eintrittskarte für die Verbotene Stadt hat man außerdem Zugang zum Museum der Königlichen Antiquitäten, das uns allen vieren gefallen hat: Es ist nicht sehr groß, das Gebäude ist wunderschön und die Sammlung interessant. Die Verbotene Stadt in Bildern:

Hué Vietnam besuchen

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Praktische Details für einen Besuch in Hué:

  • Wie kommt man hin? Wir fuhren von Hoi An mit einem Auto mit Fahrer dorthin und machten unterwegs einige Pausen: Marble Mountains, Wolkenpass und Strand. Das ist ziemlich teuer (50 € – Abfahrt 8 Uhr, Ankunft 15 Uhr), und da uns vor allem die Marble Mountains gefallen haben, empfehlen wir, die Marble Mountains von Hoi An aus zu besuchen (30 Minuten) und die Strecke Hoi An -> Hué mit dem Bus zu machen (3-4 Stunden). Wenn euer Budget nicht zu knapp ist, ist das Auto mit Kindern natürlich sehr bequem.
  • Wie lange sollte man in Hué bleiben? Mindestens zwei volle Tage: ein Tag für Hué selbst, davon ein halber Tag für die Zitadelle; und ein Tag für die Kaisergräber. Ein dritter Tag würde es ermöglichen, die umliegenden Dörfer zu genießen: Einige davon haben wir bei unserer Fahrradtour gesehen, aber es gibt viele weitere, die mit lokalem Kunsthandwerk interessant wirken.
  • Temperatur: Wir hatten 26 Grad, und das im Januar. Sehr angenehm. Die Regenzeit um Oktober solltet ihr meiden.
  • Unterkunft/Restaurants: Wir hatten keinen richtigen Favoriten, also teilt eure guten Adressen gern in den Kommentaren…

Hué besuchenUnterwegs zwischen Hoi An und Hué…

Ich hoffe, euch hat der Bericht über unseren „imperialen“ Familienausflug in Hué und Umgebung gefallen. Die nächste Etappe unserer Reise: das Mekong-Delta! Und wenn ihr uns im Alltag folgen möchtet, findet ihr uns in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #MamanVoyageWT2016

Bis bald!

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