Wir haben gerade drei wunderschöne Wochen als Familie auf Bali verbracht. Auch wenn sich Bali ziemlich verändert hat (seit unserer letzten Reise vor 8 Jahren), mögen wir diese Insel immer noch sehr. Sie ist ein wunderschönes Reiseziel, das man als Familie entdecken kann.
Hier findet ihr alle Details zu unserer Route quer über Bali, am Meer, in den Reisfeldern und in den Bergen. Unsere Etappen:

1- Canggu: unsere Etappe im Süden (3 Tage).
Der Süden Balis ist der touristischste Teil der Insel, aber da man dort landet, ist es trotzdem am einfachsten, eine Bali-Reise ein paar Kilometer vom Flughafen Denpasar entfernt zu beginnen oder zu beenden.
Wir haben uns für Canggu entschieden, weil eine Freundin von mir dort lebt und wir sie wiedersehen wollten. Es ist nicht unbedingt ein Ort für Familien, denn die Wellen sind beeindruckend. Aber wenn ihr das Bali der Surfer sehen wollt und dabei Kuta und Seminyak vermeiden möchtet (zu bling-bling, zu viel Party, zu viel, zu viel, zu viel…), dann ist es eine gute Option. In Canggu ist es trotz der vielen Menschen einfacher und sympathischer. Entlang der Echo Beach findet man kleine, einfache Warungs (Restaurants), kleine Hütten ohne viel Schnickschnack, von denen aus man sehr schön die Surfer beobachten kann.

In Canggu herrscht bei Sonnenuntergang eine schöne Atmosphäre: Am Strand treffen sich genauso viele Touristen wie Einheimische. Die Balinesen lassen gern ihre Drachen steigen, und die Kinder spielen bei Ebbe.
Wenn ihr keine Lust auf große Wellen habt (und auch nicht die Ältesten am Strand sein wollt!), würde ich euch empfehlen, als erste Etappe im Süden Sanur zu wählen. Es ist touristisch, aber familienfreundlich, mit ruhigem Meer.
Ausflüge ab Canggu:
- Tanah Lot ❤, nicht weit entfernt.
- Wenn es euer erstes Mal auf Bali ist, plant außerdem den Tempel von Uluwatu und seine wunderschönen Nachbarstrände ein.
Tanah Lot
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Unsere Unterkunft in Canggu: Nach unserem langen australischen Roadtrip im Campervan waren wir müde und brauchten Komfort. Bei der Unterkunft haben wir uns also etwas gegönnt, wobei es für diese Qualität immer noch sehr vernünftig war. Wir hatten ein wunderschönes kleines Apartment mit Pool (für 52 €/Nacht) -> Echo Beach Villa❤ (hier buchen*).

2- Tirta Gangga: unsere Zen-Etappe (4 Tage).
In Tirta Gangga gibt es berühmte heilige Wasserbecken. Normalerweise besucht man sie als kurzen Halbtagesausflug. Wir haben beschlossen, dort zu bleiben, und eine kleine Guesthouse direkt oberhalb der Wasserbecken gewählt, mit Blick auf schöne Reisfelder und am Fuß des Mount Agung. Dort sind uns tatsächlich nur zwei Touristen pro Tag begegnet ;-). Die Kulisse ist wunderschön, und der Ort ist praktisch, um Ausflüge zu machen. Vor Ort gibt es allerdings außer den heiligen Becken nichts zu tun. Wenn ihr also nicht motorisiert seid, ist es kein idealer Ausgangspunkt.

Ausflüge ab Tirta Gangga:
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- White Sand Beach und der Wasserpalast an der Südküste.
- Amed❤ an der Nordküste mit Schnorcheln und Entspannung auf dem Programm.
- Setzt auch den Lempuyang-Tempel auf eure Liste (wir hatten keine Zeit mehr dafür).



Unterkunft: Unsere Guesthouse war sehr nett, und die Aussicht war sehr schön. Das Zimmer war allerdings ziemlich abgewohnt, und das Bad mehr als einfach (Hocktoilette, sehr improvisierte Dusche)… Es war günstig (28 €/Nacht), deshalb gebe ich euch den Namen, warne aber dazu, dass es nicht in besonders gutem Zustand ist -> Puri Sawah Bungalows & Restaurant*. PS: Wenn ihr dort hingeht, empfehle ich, die Kinder unten schlafen zu lassen und die Eltern auf der Mezzanine, denn die Treppe ist gefährlich.


Wenn wir es noch einmal machen würden, würden wir Amed statt Tirta Gangga als Ausgangspunkt wählen. Amed ist unser großer balinesischer Herzensort. Wir haben dort einen Tag verbracht und hätten gern länger bleiben wollen. Besonders empfehle ich euch, einen kleinen Bungalow am Strand von Jemeluk ❤ zu mieten: sehr charmant, sehr ruhig, sehr angenehm. Wirklich der Ort, an dem wir uns beim nächsten Mal niederlassen werden. Außerdem kann man schon ein paar Schwimmzüge vom Strand entfernt schnorcheln. Ticoeur hat dort gern gebadet. Und schließlich haben wir einen sehr guten kleinen Warung direkt am Meer entdeckt: Warung Celagi.
3- Lovina: schöne Momente im Norden Balis (4 Tage)
Um den Norden der Insel zu besuchen, haben wir uns in Lovina niedergelassen, dem größten Badeort in dieser Ecke Balis.
In Lovina mochten wir:
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- Die Sonnenuntergänge: wunderschön, oft mit Einheimischen, die Gitarre spielen.
- Unsere Ausflüge: Nicht verpassen solltet ihr die Wasserfälle von Sekumpul❤ (ein bisschen sportlich, aber außergewöhnlich) und die Becken von Banjar❤ (Hot Springs).
- Unsere Unterkunft: Wir haben über Airbnb eine geräumige Villa mit Pool gemietet. Viel Komfort und viel Platz für nur 39 €/Nacht (beachtet, dass man besser motorisiert ist, um zum Strand und zu den Restaurants zu kommen). Das war die Gelegenheit, Ticoeur beim Schwimmen weiterzubringen. Natürlich hatten wir in der Villa eine Küche, aber auf Bali lohnt es sich nicht unbedingt, selbst zu kochen, denn in einem Warung zu essen ist günstiger als selbst einzukaufen (vor allem, wenn man die Preise für Obst und Gemüse nicht so gut kennt!). Ich habe die Küche genutzt, um Crêpes zu machen, weil uns das fehlte! -> Details unserer Villa ansehen.
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In Lovina mochten wir nicht:
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- Den Strand von Lovina: nicht sehr sauber. Vielleicht lag es an den Regenfällen in den Bergen, die Müll ins Meer gespült hatten, aber ich glaube, das kommt dort ziemlich häufig vor. Wir hatten jedenfalls keine Lust, dort zu baden.
- Ich mochte das allgemeine Setting nicht besonders: Die kleinen Straßen mit den Warungs liegen nicht direkt am Meer.
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Die meisten Besucher fahren schließlich nach Lovina wegen des Delfinausflugs. Da wir ihn nicht gemacht haben, kann ich euch nicht sagen, ob er gut ist. Jedenfalls ist er sehr günstig, und ich glaube, dass es jeden Tag viele Delfine gibt (vielleicht also ein bisschen zu sehr Massenabfertigung??).
4- Pemutaran: für das beste Schnorcheln auf Bali! (2 Tage).
Es gibt einen einzigen, aber sehr guten Grund, nach Pemutaran zu fahren: die Unterwasserwelt der Insel Menjangan❤ zu entdecken. Es ist nicht nur das beste Schnorcheln auf Bali, sondern sogar eines der schönsten Schnorchelerlebnisse, die ich je hatte! Ticoeur hat einen Teil des Schnorchelausflugs mit uns gemacht, und er war begeistert! Ich erzähle euch alle Details in einem eigenen Beitrag zu diesem Wasserausflug.

Unsere Unterkunft: Arjuna Guesthouse ❤. Ein großer Favorit, denn das Team ist nett, die Anlage ist schön, und der Pool ist toll mit einem Becken, das für Kinder geeignet ist. Wir haben den Schnorchelausflug über die Tauchschule des Hotels gebucht, und das war sehr gut (Dive Concept) -> Hotel Arjuna Guesthouse buchen*. (Achtung: Eine Leserin, die diesen Sommer dort war, war mit Empfang und Sauberkeit nicht zufrieden. Lest also vor der Buchung die neuesten Online-Bewertungen. Vielleicht war es nur ein schlechter Tag. Bei uns war es sehr gut.)

Gute Restaurantadresse: Tirta Sari an der Hauptstraße von Pemuteran. Schöner Rahmen und sehr gutes Essen.

Um den Kindern eine Freude zu machen, die Affen sehen wollten, sind wir schließlich zum Tempel Pura Pulaki gefahren.

5- Munduk: ruhige Etappe in den Bergen (4 Tage).
Noch eine Etappe, auf der wir nur wenige Menschen getroffen haben. Munduk ist ganz klein, liegt etwas höher, und überall wachsen Nelkenbäume. In Munduk und Umgebung hat uns Folgendes gefallen:
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- Die Wasserfälle von Munduk❤: kleine Wanderungen zu sehr schönen Wasserfällen (ich erzähle euch alle Details noch).
- Ausflug zu den wunderschönen Reisfeldern von Jatiluwih❤, die zum UNESCO-Welterbe gehören.
- Besuch von Bedugul und Umgebung: Tempel Ulun Danu Bratan, Markt von Bedugul und Ausblicke auf die Seen.
- Ein riesiger Banyanbaum in einem Dorf in der Nähe von Munduk.
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Unsere Unterkunft in Munduk: okay, aber nicht mehr. Hübscher Garten… keine Adresse, die man sich merken muss.

Gute Restaurantadresse in Munduk: Warung Classic, sehr gut, sehr sympathisch, schöne Aussicht, und ihr könnt dort sogar günstige Kochkurse machen.
6- Keliki: Etappe bei einer Familie 10 km von Ubud entfernt (4 Tage).
Zum Abschluss haben wir 3 Nächte bei Einheimischen verbracht, in einer Familie, die in einem „Balé“ lebt, einem traditionellen balinesischen Haus, in dem mehrere Pavillons stehen, in denen alle Generationen einer Familie wohnen. Im „Balé“ gibt es einen Tempel, eine Küche, einen Reisspeicher und mehrere kleine Wohnhäuser. Das Ganze ist von einer „magischen“ Mauer umgeben, die Dämonen fernhalten soll. Wir mochten die Freundlichkeit unserer Gastgeber, den Rahmen, das Beobachten der Rituale und die Entdeckung der Miniaturmalerei (eine Tradition im Dorf Keliki). Kurz: Es war eine schöne Erfahrung, ein perfekter Ort, um Ruhe zu haben, ohne weit von Ubud entfernt zu sein. Außerdem war es sehr günstig (20 €/Nacht), und wir haben dort auch zu Abend gegessen. Einziger kleiner Nachteil: Ich weiß nicht, ob diese Adresse im Routard steht oder was, aber in Keliki waren ziemlich viele Franzosen, untergebracht in unserem Balé oder in den benachbarten Balés. Nette Leute, aber ich hatte eine etwas stärkere Immersion erwartet… -> Keliki Painting School.

Unsere Besichtigungen und guten Adressen:
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- Im Zentrum von Ubud (wir haben dort nicht viel gemacht, weil wir es schon kannten und es sehr voll war): Spaziergang auf dem Campuhan Ridge und Yoga-Kurs für mich.
- In der Umgebung zwei Favoriten: der sehr alte Tempel Gunung Kawi und die heiligen Becken von Empul ❤. Nicht verpassen!
- Strand von Sanur (1 Stunde Fahrt).
- Unsere guten Restaurantadressen in Ubud: das BiaBia und das Bintang Bali.
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Praktische Informationen:
Saison: Wir waren im April dort, am Ende der Regenzeit. Wir hatten nur sehr wenige Schauer (2 oder 3 Mal während unseres Aufenthalts, und sie waren sehr kurz).
Transport vor Ort: Wir haben ein Auto für 12 € pro Tag gemietet. Sehr praktisch, aber ich erzähle euch ausführlicher davon, denn ich empfehle es nicht unbedingt ;-). Am besten nutzt ihr zwischen den einzelnen Etappen einen Fahrer mit Auto und lasst eure Gastgeber diese Transfers organisieren.
Reisevorbereitung: Unterkünfte haben wir in letzter Minute gebucht, mit einem Mix aus Hotel, Guesthouse, Zimmer bei Einheimischen und Airbnb-Miete.
Gesundheit: Gut zu wissen: Auf Bali gibt es keine Malaria. Geht zu eurem Arzt, um zu prüfen, ob alle Impfungen aktuell sind.
Visum: Für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen in Indonesien braucht man kein Visum (prüft das je nach eurer Nationalität).
Budget: 77 € pro Tag für 4 Personen. Wir hätten weniger ausgeben können (wenn wir keine Unterkünfte mit Pool genommen und mehr Nasi Goreng gegessen hätten!). Die Aufteilung: Unterkunft 35 € / Auto + Benzin: 14 € / Essen: 20 € / Aktivitäten: 8 € (inklusive Schnorcheln, Yoga und Tempeleintritte).
Also? Habt ihr Lust auf eine Familienreise nach Bali?
