Im August verbrachten wir eine Familienwoche im Pays Bigouden im Süden des Finistère. Wir hatten Titpuce für einen tollen Tanzkurs in Pont-l’Abbé angemeldet und aus diesem Anlass eine Urlaubswoche in der Region geplant. Ticoeur, der das Segeln liebt, besuchte einen Kurs im Wassersportzentrum von Loctudy. Zwischen Tanz- und Segelstunden mussten wir zwar etwas jonglieren, schafften es aber trotzdem, viele schöne Orte im Pays Bigouden zu entdecken!
Hier kommt also ein Überblick über unser Programm in dieser Ecke der Bretagne:
10 Orte, die ihr mit Kindern im Pays Bigouden entdecken könnt:
1 – Pont-l’Abbé, die Hauptstadt des Pays Bigouden
Da Titpuces Tanzkurs in Pont-l’Abbé stattfand, kamen wir jeden Tag durch diese angenehme kleine Stadt. Sie ist gleichzeitig ruhig und lebendig. Uns gefielen der kleine Hafen und der Spaziergang auf dem Treidelpfad am Fluss. Donnerstags herrscht auf dem Markt viel Betrieb. Dort kauften wir einiges für unsere Picknicks ein.


2 – Der Charme von Île-Tudy:
Île-Tudy ist wirklich bezaubernd! Es ist ein sehr kleines Dorf auf einer Halbinsel im Pays Bigouden und daher mit dem Auto erreichbar. Wir fuhren mittags zum Essen dorthin (unsere guten Adressen findet ihr weiter unten) und spazierten bei Ebbe am Strand der Nehrung entlang.

3 – Auf nach Loctudy zum Segelkurs!
Ticoeur nahm an einem Segelkurs im Cercle Nautique de Loctudy teil. Er entschied sich für einen Kurs im RS Feva, einem kleinen Segelboot für zwei Personen. Wir meldeten ihn für einen fünftägigen Kurs von Montag bis Freitag an, der jeweils einen halben Tag dauerte – wahlweise vormittags oder nachmittags. Der Segelclub bietet auch Katamarankurse an. Da Ticoeur in England sehr viel segelt und auf Wettkampfniveau ist, sind solche Ferienkurse für ihn eher eine Gelegenheit, aufs Meer hinauszufahren, und deutlich entspannter als das Training in unserem Club. Trotzdem freute er sich, während unseres Bretagne-Urlaubs segeln zu können, und sein Segellehrer war nett. Loctudy ist außerdem ein wirklich angenehmer Ort mit einem großen Strand.


4 – Der Menhir du Reun und der Menhir Mouillé:
Man kann nicht in die Bretagne fahren, ohne Menhiren zu begegnen! Im Pays Bigouden stehen mehrere einzelne Hinkelsteine. Der Menhir du Reun und der Menhir Mouillé liegen nicht weit voneinander entfernt, also spazierten wir von einem zum anderen:

Beim Menhir Mouillé, dem „nassen Menhir“, wird eher derjenige nass, der versucht, sich ihm zu nähern – oder bekommt zumindest schlammige Füße! Das Meer ist nicht weit entfernt und der Boden feucht. Wir ließen Papa Voyage näher herangehen, während Titpuce und ich im Trockenen blieben:

5 – Die Strände Lehan und Skividen
Diese Etappe lässt sich gut mit dem Spaziergang zu den Menhiren verbinden: Nachdem wir vom Menhir du Reun zum Menhir Mouillé gelaufen waren, gingen wir über die Strände zurück. Und was für Strände! Sehr heller, feiner Sand, mitten im August fast niemand dort und eine Landschaft, die sich weit in die Ferne zieht. Wunderschön! Zuerst überquerten wir den sogenannten Strand Lehan und dann den Strand Skividen, doch eigentlich handelt es sich um ein und denselben sehr langen Strand.

6 – Lesconil: der Rocher du Goudoul und die Strände
Direkt neben unserem Campingplatz in Lesconil kann man einen sehr schönen Strandspaziergang unternehmen und dabei die hübschen Felsen bewundern, darunter den Rocher du Goudoul. Im Licht des späten Nachmittags und bis zum Sonnenuntergang ist es dort besonders schön.


Auch der Strand in der Nähe des Dorfes Lesconil ist sehr angenehm und bietet einen Blick auf den wunderschönen Strand Sables Blancs (La Palud du Cosquer) mit seinen kleinen Dünen:

7 – Die Leuchttürme von Penmarc’h und Eckmühl:
An der Pointe de Penmarc’h spazierten wir zwischen dem Leuchtturm von Penmarc’h und dem Leuchtturm von Eckmühl. Letzterer wurde im 19. Jahrhundert erbaut, ist noch immer in Betrieb und 65 Meter hoch. Man kann ihn über 307 Stufen besteigen, doch wir zogen es vor, mit den Füßen im Sand zu bleiben :-). Vielleicht beim nächsten Mal!


8 – Die Pointe de la Torche:
Die Pointe de la Torche ist eine schöne, felsige und windige Landzunge, die einem das Gefühl vermittelt, am Ende der Welt zu sein. Sie ist auch ein bekannter Surfspot. Wir gingen dort sehr gerne spazieren und umrundeten die Landspitze auf dem Wanderweg mit Ausblicken auf die Bucht von Audierne.

9 – Le Guilvinec: Haliotika – La Cité de la Pêche
Von Haliotika, der „Stadt der Fischerei“, hatten wir einen gemischten Eindruck. Das Ticket einschließlich der Fischauktion fanden wir zu teuer, deshalb kauften wir nur das Basisticket für das kleine Museum. Ich muss zugeben, dass Titpuce interessiert war und man dort einiges über den Fischfang lernt. Das Museum wirkt allerdings etwas altmodisch und die Räume sind recht dunkel und eng. Die Fischauktion mitzuerleben wäre wahrscheinlich interessanter und lebendiger, doch leider ist das teuer. Von der Terrasse aus kann man dafür die Fischerboote ein- und auslaufen sehen. Das ist nett, macht den Besuch lebendiger und kostet keinen Eintritt. Weitere Informationen findet ihr auf der Website von Haliotika.

10 – Der Hafen von Sainte-Marine
Zum Abschluss kommt ein Ort, der mir besonders gut gefallen hat: der Hafen von Sainte-Marine. Es ist ein kleiner, sehr reizvoller Jachthafen. Dort kann man sich mit einem Getränk niederlassen und den Blick auf Bénodet am gegenüberliegenden Ufer genießen. Überquert ruhig den Odet, um Bénodet zu besuchen – dann habt ihr das Pays Bigouden allerdings verlassen!

Das Pays Bigouden mit Kindern: unsere guten Adressen
Restaurants:
- Crêperie La Cale in Île-Tudy: meine Lieblingsadresse! Sowohl die Crêpes als auch die Muscheln waren köstlich. Wir aßen auf der Terrasse zu Mittag. Ich empfehle euch, gleich zur Öffnung zu kommen, um einen Platz zu bekommen.
- Crêperie du Ster in Loctudy: eine gute Crêperie. Beim nächsten Mal testen wir auch die Crêperie La Chouannery, die jeden Mittag ausgebucht war! Update 2025: Inzwischen haben wir sie getestet – sie ist köstlich!
- Der Foodtruck vor dem Strand von Loctudy für eine schnelle Crêpe; ich probierte die Variante mit Algen.
- L’Essentiel in Pont-l’Abbé: Während unseres Aufenthalts im Pays Bigouden feierten wir unseren 16. Hochzeitstag. Zu diesem Anlass aßen wir im L’Essentiel zu Mittag, einem Gourmetrestaurant im Zentrum von Pont-l’Abbé.
- Crêperien in Pont-l’Abbé: Unsere Crêpes in der Crêperie Bigoudène haben uns sehr gut geschmeckt, allerdings ist es unpraktisch, dass man nicht reservieren kann und früh Schlange stehen muss. Die Crêperie Brut de Pomme ist ebenfalls sehr gut, doch der Innenraum ist zu laut. Reserviert daher unbedingt einen Tisch auf der Terrasse!
- Pâtisserie Mocha Blanc in Pont-l’Abbé: für ausgezeichnetes feines Gebäck! Die Kuchen sind schnell ausverkauft, kommt also am besten morgens, wenn die Auswahl noch größer ist.

Einkaufen:
- In Pont-l’Abbé gefiel uns die Boutique Le Minor mit ihren schönen Heimtextilien besonders gut. Wir fuhren mit großen Tischdecken für unseren englischen Garten nach Hause!
- Ebenfalls in Pont-l’Abbé nutzten wir den großen Donnerstagsmarkt, um einzukaufen und zwischen den Kursen am Vormittag und Nachmittag ein Picknick zu organisieren.
Unterkünfte im Pays Bigouden:
In der ersten Wochenhälfte übernachteten wir mit unserem Campervan auf dem Camping des Dunes in Lesconil. Es ist ein sehr sauberer, einfacher, günstiger und gut gelegener Drei-Sterne-Campingplatz. Jeden Abend konnten wir vom Campingplatz zum Strand mit dem Rocher du Goudoul gehen – ein wirklich schöner Spaziergang, den ich weiter oben beschrieben habe. Die Stellplätze sind allerdings klein, was zugegebenermaßen ziemlich üblich ist, und man fühlt sich von den Nachbarn etwas umzingelt :-). Insgesamt bietet der Platz ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, war für uns aber kein Lieblingsort. Er ist eine gute und günstige Basis, um das Pays Bigouden zu erkunden.

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Anschließend mieteten wir für die letzten beiden Nächte eine Unterkunft, denn wir wechseln gerne zwischen Vanlife und Nächten in festen Unterkünften ab, um etwas mehr Komfort zu haben. Wir schliefen in einem kleinen Studio in Guilvinec* in einer Anlage mit Pool. Die Unterkunft war einfach, aber sehr sauber, und die Kinder freuten sich riesig über das Schwimmbad! Das Studio liegt eigentlich in einer Pierre-&-Vacances-Anlage, doch über den Eigentümer bei Booking zu reservieren war deutlich günstiger als direkt über Pierre & Vacances.

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Unser Urlaub im Pays Bigouden: Wie organisierten wir Tanz- und Segelkurse?
Am Vormittag hatte Titpuce zunächst klassischen und anschließend modernen Tanzunterricht. Währenddessen unternahmen wir mit Ticoeur einen Ausflug. Mittags hatten wir zu viert eine lange Pause und nutzten sie, um gute Crêpes zu testen! Um 14 Uhr begann Ticoeurs Segelkurs in Loctudy, während wir mit Titpuce unterwegs waren. Am späten Nachmittag brachten wir Titpuce für ihren letzten Kurs des Tages zurück nach Pont-l’Abbé: Musical! Am Ende erforderte das etwas Logistik, aber wir nutzten unseren Urlaub im Pays Bigouden wirklich zu zweihundert Prozent und schafften es, Besichtigungen mit den Aktivitäten der Kinder zu verbinden. Titpuce empfiehlt übrigens ausdrücklich den Tanzkurs in Pont-l’Abbé, der jedes Jahr im August stattfindet.

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Ich hoffe, euch hat dieser Artikel über das Pays Bigouden gefallen. Wie ihr gesehen habt, kann man dort wunderschöne Spaziergänge unternehmen und die Kinder gut beschäftigen. Wir möchten im nächsten Jahr zurückkehren und wieder ein ähnliches Programm aus Tanz und Segeln planen. Ich finde, es ist ein ausgezeichnetes Reiseziel für den August, denn es ist nicht überlaufen und das Wetter für uns genau richtig!
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Wenn ihr Urlaub in der Bretagne mögt, findet ihr bei uns auch Artikel über die Halbinsel Crozon und die Smaragdküste um St Malo.
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Und ihr? Kennt ihr das Pays Bigouden?
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