Wir mögen den Schwarzwald in Deutschland, in Baden-Württemberg, dem Bundesland von „Papa Voyage“, sehr. Meine Schwiegerfamilie lebt in Stuttgart, eine Stunde vom Schwarzwald entfernt. Deshalb haben wir diesen wunderschönen Wald oft als Familie bei Tagesausflügen genossen, und manchmal haben wir dort auch übernachtet, um mehrere Tage lang zu wandern. Ich wollte euch also ein paar Ideen für einfache Wanderungen geben, um den Schwarzwald mit Kindern zu entdecken. Habt ihr Lust, den Schwarzwald mit uns zu erkunden?


Unsere Wanderungen und Spaziergänge mit Familie im Schwarzwald:
Ich habe in meiner Einleitung vergessen zu erwähnen, dass der Schwarzwald nicht nur eine Torte mit Kirschen und Schokolade ist ;-). Er ist vor allem ein wunderschöner Naturpark, perfekt für Familienferien. Bei den unten beschriebenen Spaziergängen waren Ticoeur und Titpuce 7 und 10 Jahre alt. Das Niveau dieser Wanderungen war für ihr Alter passend.
Wanderung im Bannwald Wilder See:
Wir haben uns für eine Runde von etwa 2 Stunden Gehzeit in gemütlichem Tempo entschieden. Wir haben am Parkplatz der Bergbahn am Ruhesteinberg geparkt und sind dem Weg gegen den Uhrzeigersinn gefolgt. An einer Kreuzung seht ihr einen Weg, der zum Wildsee hinabführt: unbedingt machen! Dieser Ort ist ein absolut paradiesisches grünes Kleinod! Man hat wirklich das Gefühl, mitten im Schwarzwald zu sein! Um zum See zu gelangen, ist der Abstieg steil und hat ein paar Hindernisse (große Wurzeln, umgestürzte Bäume), aber genau wenn es solche kleinen Schwierigkeiten gibt, mögen Titpuce und Ticoeur Wanderungen am liebsten! Danach muss man wieder hinauf und die Runde fortsetzen. Wir machten an der Darmstädter Hütte Halt für ein schnelles Mittagessen: Wurstsalat (das heißt, es ist eigentlich kein Salat drin!) und Spätzle mit Linsen (frische Nudeln aus der Region).



Der Baumwipfelpfad in Bad Wildbad
Eine ideale Aktivität für Familien: Man läuft auf einem großen, gesicherten Steg auf Höhe der Baumwipfel. Es ist beeindruckend, aber überhaupt nicht gefährlich! Der Weg ist sogar mit Kinderwagen möglich. Dann erreicht man eine riesige Spirale: Es geht immer weiter hinauf! Die Aussicht von oben ist großartig. Anschließend kann man über eine große Rutsche wieder hinunterfahren (nur im Sommer und nur für Kinder ab 6 Jahren; sonst geht es auf demselben spiralförmigen Steg wieder hinunter wie hinauf). Diese Aktivität ist kostenpflichtig (siehe Öffnungszeiten und Preise).

Die Kinder können über verschiedene kleine Aktivitätsstationen gehen (oder auf dem Hauptweg des Stegs bleiben).


Nach dem Abstieg vom Steg haben wir noch einen Spaziergang im Wald angeschlossen:


Dann stießen wir auf eine weitere Aktivität: eine Hängebrücke (ebenfalls kostenpflichtig) für alle, die keine Angst haben, in die Tiefe zu schauen! Wir haben sie nicht getestet. Ich denke, das eignet sich eher für größere Kinder.

Wo essen in Bad Wildbad?
Café M: für ein schnelles Mittagessen oder eine süße Pause auf der Terrasse. Dort findet ihr leckere hausgemachte Kuchen (mmh, der Rhabarberkuchen!) im Zentrum des Ortes (König-Karl-Str. 79, Bad Wildbad).
Beim Verlassen von Bad Wildbad haben wir im Dorf Hirsau angehalten:


Wildbachtour im Simonswald
Ein langer Anstieg mit etwa 700 Höhenmetern durch den Wald, bis zu einer Hütte (Vesperhütte Hintereck), wo wir Mittag gegessen haben. Die Aussicht ist wunderschön! Die Runde dauert gut 4 Stunden. Also nur einplanen, wenn ihr bereits Erfahrung mit Wanderungen mit euren Kindern habt. Das Gelände ist nicht schwierig, aber es geht bergauf und ist etwas lang. Parken könnt ihr auf dem Parkplatz in Hohrain in der Nähe des Restaurants „Beim Engel“.



Wurstsalat für die Kinder und ein kleines Bier für die Eltern ;-).


Spaziergang durch die Weinberge im Dorf Staufen
Ein bezauberndes, typisches Dorf im Schwarzwald mit Fachwerkhäusern und einem ganz niedlichen kleinen Bächle.



Wir haben vom Dorf aus eine Mini-Wanderung durch die Weinberge bis zu den Ruinen auf dem Hügel gemacht. Es ist nicht sehr hoch, bietet aber schon einen schönen Blick auf die Umgebung:

Weitere Ideen für Familienausflüge im Schwarzwald:
- Der Titisee (der größte See des Schwarzwalds), der Feldsee (ein Gletschersee mit klarem Wasser) und der Ellbachsee, wo es eine Plattform mit Panoramablick gibt.
- Die Triberger Wasserfälle, die höchsten Wasserfälle des Schwarzwalds, die Wasserfälle von Todtnau und die Allerheiligen-Wasserfälle in Oppenau.
- Europa-Park: Als ich auf dem Collège war (ja, ja, das ist schon eine Weile her), lebte meine deutsche Austauschschülerin im Schwarzwald und hatte mich in diesen riesigen Freizeitpark mitgenommen. Damals fand ich ihn toll, aber ich erinnere mich auch an sehr, sehr lange Warteschlangen und unglaublich viele Menschen, wie bei Disney. Ein Ort für Vor-Teenager, denn es gibt viele sehr rasante Attraktionen. Für kleinere Kinder empfehle ich euch eher den Freizeitpark Tripsdrill, ebenfalls in Baden-Württemberg, eine Stunde nordöstlich des Schwarzwalds.
Praktische Informationen für einen Besuch im Schwarzwald mit Familie:
Die Anreise: Der Schwarzwald liegt nicht weit von der französischen Grenze entfernt. Es ist also die erste Region, die ihr erreicht, wenn ihr aus Richtung Straßburg kommt. Am praktischsten ist es mit Familie, mit dem Auto unterwegs zu sein. Wenn ihr, so wie wir manchmal, im Van reist, solltet ihr wissen, dass die Gegend ideal zum Campen ist (Campingplätze sind in Deutschland günstiger als in Frankreich).
Wo schlafen? Ich empfehle, mitten im Wald zu übernachten, um die zauberhafte Umgebung zu genießen. Zum Beispiel im Hotel Rössle* in Dobel (Familienzimmer mit Balkon oder Apartment mit Küche – originelle Deko). Oder in einem großen Trapperzelt auf dem Hilserhof in Triberg-Gremmelsbach.
Man kann den Schwarzwald auch besuchen, indem man in der hübschen Stadt Freiburg übernachtet. Und wenn ihr Ferien in Stuttgart verbringt, könnt ihr ebenfalls Tagesausflüge in den Schwarzwald machen.
Ausrüstung und Tipps fürs Wandern: Natürlich gute Schuhe, aber auch Fleecejacken und Windjacken im Rucksack, denn in den Höhen kann es kühl sein. Nehmt außerdem Wasser und einen Snack für die Kinder mit. Auf allen Wanderungen, die wir ausgewählt hatten, gab es Berghütten, wo man sich hinsetzen und wieder zu Kräften kommen konnte. Das ist mit Kindern praktisch und ermöglicht, die Wanderung in Etappen aufzuteilen. Und wenn ihr im Schwarzwald mit Baby wandert, empfehlen wir eine Trage wie den Ergobaby (den haben wir benutzt, als Ticoeur und Titpuce kleiner waren).

Na? Wer hat Lust auf den Schwarzwald mit Familie?
