Was kann man in Paris mit Teenagern unternehmen? Unsere Kinder sind inzwischen größer geworden, und damit haben sich auch ihre Vorlieben und Interessen verändert. Bei jedem Besuch in Paris versuchen wir deshalb, ein Programm zusammenzustellen, das ihnen gefallen könnte. Da wir oft in der Hauptstadt sind, haben wir schon viele Orte besucht und erneut besucht. Heute stelle ich euch Orte und Aktivitäten vor, die Ticoeur und Titpuce (14 und 16 Jahre) begeistert haben. Hoffentlich sorgen diese zwölf Ideen dafür, dass auch eure Teenager Paris lieben werden!
1 – Paris von den Dächern der Kaufhäuser betrachten
Paris, 9. Arrondissement – Metro: Chaussée d’Antin oder Opéra – kostenlos – Für Teenager, die Wow-Momente, Shopping und Architektur lieben.
Auf den Dachterrassen der Galeries Lafayette und des Printemps genießt ihr herrliche kostenlose Ausblicke über Paris. Bei der Gelegenheit haben eure Teenager vielleicht auch Lust auf eine Shoppingrunde in diesen berühmten Pariser Kaufhäusern.
Galeries Lafayette
Fahrt hinauf in den achten Stock. Auf dem Weg lohnt sich ein Blick auf die monumentale Jugendstil-Glaskuppel. Oben angekommen, habt ihr von der Terrasse ein Panorama auf die Opéra Garnier und weit darüber hinaus. Für Titpuce war dies die schönste Aussicht.

Printemps
Fahrt in den siebten Stock. Auch hier bietet sich ein großartiges Paris-Panorama aus einem etwas anderen Winkel, und in der Ferne seht ihr weiterhin den Eiffelturm. Oben fällt zunächst die Veuve-Clicquot-Bar ins Auge, doch um auf ihrer Terrasse zu sitzen, müsst ihr etwas bestellen. Für den kostenlosen Teil der Dachterrasse geht ihr durch den Laden mit Designermode und nehmt die andere Tür zum öffentlich zugänglichen Bereich:

2 – Die Katakomben von Paris
Paris, 14. Arrondissement – Metro: Denfert-Rochereau – kostenpflichtig – Für Teenager, die ungewöhnliche Orte und unterirdische Welten mögen.
Dieser außergewöhnliche Besuch hat unseren Teenagern sehr gefallen! Unter Paris erstreckt sich ein Labyrinth ehemaliger Steinbrüche, in dem die Gebeine von Millionen Pariserinnen und Parisern lagern. Ende des 18. Jahrhunderts wurden einige Pariser Steinbrüche zur Aufbewahrung von Gebeinen genutzt, nachdem mehrere Friedhöfe aus hygienischen Gründen geschlossen worden waren.
Mich überraschte, wie methodisch die Knochen sortiert sind: Oberschenkelknochen bei Oberschenkelknochen, Schädel bei Schädeln und so weiter. In den Katakomben, die ich zuvor in Italien besucht hatte, waren ganze Skelette zu sehen. Ein Audioguide ist im Eintritt inbegriffen. Plant ungefähr eine Stunde für den Besuch ein.
Wichtig: Zeitfenster-Tickets werden online sieben Tage im Voraus freigeschaltet; eine Reservierung wird dringend empfohlen. Aktuelle Informationen und Preise findet ihr auf der offiziellen Website der Pariser Katakomben.


3 – Streetart in Paris
Für Teenager, die Urban Art und ungewöhnliche Stadtbesichtigungen mögen.
Zwei Orte fanden unsere Teenager besonders interessant, um Streetart in Paris zu entdecken:
La Butte aux Cailles
Paris, 13. Arrondissement – kostenlos
Nahe der Metrostation Place d’Italie liegt ein kleiner, bei Touristen wenig bekannter Hügel: La Butte aux Cailles. Das malerische Viertel hat kleine Kopfsteinpflastergassen, alte Häuser und jede Menge Streetart an den Wänden! Viele Werke sind aus unserer Sicht ausgesprochen gelungen. Die Kombination aus dem Charme des Viertels und der Straßenkunst ist ein echtes Fest für die Augen. Ihr begegnet unter anderem Werken bekannter Künstler wie der berühmten Pariser Künstlerin Miss.Tic und Seth (Julien Malland). Plant etwa eine Stunde ein. Für eine Pause gibt es in diesem typisch pariserischen Viertel zahlreiche Café- und Restaurantterrassen.
Wo in La Butte aux Cailles übernachten? Im Aparthotel Beauquartier – Butte aux Cailles*.


Der Tuilerien-Tunnel
Paris, 1. Arrondissement – Metro: Concorde – kostenlos
Hier erwartet euch ein ganz anderer Stil: kein hübsches Viertel, sondern Underground-Atmosphäre im 800 Meter langen Tuilerien-Tunnel voller Streetart. Viele Werke greifen Superhelden oder Manga-Figuren auf. Ein weiterer Vorteil des Tunnels: An heißen Sommertagen könnt ihr hier eine lange Pause im Kühlen einlegen!
Wir sind nahe der Place de la Concorde am Quai Aimé-Césaire in den Tunnel gegangen und beim Pont Neuf an der Voie Georges-Pompidou wieder herausgekommen. Natürlich könnt ihr die Strecke auch in umgekehrter Richtung laufen.


4 – Das Musée d’Orsay
Paris, 7. Arrondissement – Metro: Solférino oder RER-Station Musée d’Orsay – kostenlos für unter 18-Jährige sowie berechtigte 18- bis 25-jährige Einwohnerinnen und Einwohner der EU/des EWR – Für Teenager, die Kunst, Architektur und Lupin mögen!
Ein Besuch im Louvre hat meinen Kindern schon immer gefallen. Seit sie Teenager sind, ist jedoch das Musée d’Orsay ihr Favorit. Dort lernen sie den Impressionismus kennen, der zugänglicher ist als manche andere Kunstrichtung. Ticoeur und Titpuce mochten besonders die Gemälde von Van Gogh, Claude Monet und Renoir.
Auch das Gebäude ist großartig: ein ehemaliger Bahnhof unter einem riesigen Glasdach. An der gewaltigen Uhr könnt ihr schöne Fotos mit Blick über Paris machen. Teenager erkennen sie vielleicht wieder, wenn sie die Netflix-Serie Lupin gesehen haben.
Öffnungszeiten und aktuelle Eintrittsbedingungen findet ihr auf der Website des Musée d’Orsay. Montags geschlossen.

5 – Das Marais
Paris, 3. Arrondissement – Metro: Saint-Paul – Für Teenager, die Wow-Momente und Shopping mögen.
Ein Bummel durch das Marais macht Teenagern Spaß: Er führt durch malerische, charmante Gassen, die zu den ältesten von Paris gehören. Außerdem findet ihr hier jede Menge kleine Designerläden für Kleidung, Schmuck und angesagte Gadgets. Besonders Titpuce liebt unsere Shoppingrunden im Marais. Dazu kommen zahlreiche Caféterrassen für eine angenehme Pause, versteckte kleine Grünanlagen und sehr schöne Museen (Musée Carnavalet, Musée Picasso, Musée de la Chasse et de la Nature und Maison de Victor Hugo). Verpasst nicht die Place des Vosges, einen wunderschönen Platz, gesäumt von einheitlichen Fassaden aus hellem Stein und roten Ziegeln. Der französische Garten in der Mitte ist herrlich. Unter den Arkaden rund um den Platz liegen Cafés und Kunstläden.

Im Marais übernachten? Diese ideal gelegene Wohnung für fünf Personen* ist ein perfekter Ausgangspunkt für Erkundungen und bietet eine sehr schöne Aussicht.
6 – Die Maison de Victor Hugo
Paris, 4. Arrondissement – Metro: Saint-Paul – derzeit kostenpflichtig – Für Teenager, die Werke von Victor Hugo in der Schule behandeln oder sich für historische Pariser Interieurs interessieren.
Als Ticoeur in der Schule Les Misérables behandelte, nahm ich ihn mit in das ehemalige Wohnhaus von Victor Hugo an der wunderschönen Place des Vosges, von der ich gerade erzählt habe. Es ist immer interessant, die Wohnorte berühmter Schriftsteller zu besuchen und so in ihre Welt einzutauchen. In den Räumen erfahrt ihr, dass Victor Hugo auch ein versierter Künstler und Kunsthandwerker war: Er stöberte gern alte Möbel auf und schuf aus ihrem Holz Skulpturen. Außerdem zeichnete er hervorragend; zu sehen sind Werke in Bleistift, Kohle und Tinte. Selbst wenn ihr Victor Hugos Bücher nicht besonders gut kennt, vermittelt die Wohnung einen faszinierenden Eindruck von einem großbürgerlichen Pariser Interieur des 19. Jahrhunderts. Öffnungszeiten und aktuelle Preise findet ihr auf der Website der Maison de Victor Hugo.


7 – Das Musée Carnavalet
Paris, 3. Arrondissement – Metro: Saint-Paul – Dauerausstellung für alle kostenlos – Für Teenager, die mehr über Paris und historische Pariser Interieurs erfahren möchten.
Dieses Museum widmet sich der Geschichte der Stadt Paris. Das 2021 renovierte Musée Carnavalet zeigt zahlreiche Objekte und Sammlungen zu ganz unterschiedlichen Themen, die immer einen Bezug zur Stadt haben. Ein vielseitiger Ausstellungsraum folgt auf den nächsten. Nicht alles hat unsere Aufmerksamkeit gefesselt, doch wir empfehlen dieses kostenlose Museum. Durch Räume, die eure Teenager weniger interessieren, könnt ihr einfach schneller gehen. Unseren Kindern gefielen besonders die Inszenierungen historischer Pariser Wohnräume. Perfekt, um sich in die Vergangenheit zu versetzen! Weitere Informationen bietet die Website des Musée Carnavalet.


8 – Das Musée Rodin
Paris, 7. Arrondissement – Metro: Varenne – kostenpflichtig – Für Teenager, die Kunst mögen.
Titpuce ist die Künstlerin unter unseren Teenagern und empfiehlt euch das Musée Rodin! Es ist wunderschön, sowohl wegen der Skulpturensammlung von Auguste Rodin und Camille Claudel als auch wegen des besonderen Ambientes. Die Gärten sind herrlich – eine Oase der Ruhe mitten in Paris. Dort begegnet ihr Rodins berühmtem Denker und genießt zugleich Blicke auf den Eiffelturm.


9 – Das Atelier des Lumières
Paris, 11. Arrondissement – Metro: Rue Saint-Maur – kostenpflichtig – Für Teenager, die immersive Erlebnisse mögen.
Ich erwähne das Atelier des Lumières, weil Titpuce begeistert war. Ich selbst sehe es etwas gemischter. Wenn ihr bereits die Lichtshows in den Steinbrüchen von Les Baux-de-Provence oder in den Bassins des Lumières in Bordeaux gesehen habt, könnte die Kulisse euch enttäuschen, denn sie ist hier längst nicht so spektakulär. Im Grunde handelt es sich um eine große rechteckige Halle. Trotzdem macht es Spaß, Werke großer Meister als Projektionen mit Musik und Licht neu zu erleben. Wenn ihr hingeht, wählt möglichst einen ruhigen Wochentag außerhalb der Hauptsaison, denn auch die Menschenmengen können ein Problem sein.
Programm 2026: „Renaissance“ mit Werken von Leonardo da Vinci, Raffael und Michelangelo läuft an ausgewählten Tagen vom 13. März bis 13. Oktober 2026. Prüft vor dem Besuch den aktuellen Spielplan.
Ganz in der Nähe des Atelier des Lumières liegt übrigens ein gutes kleines Restaurant: Diggity.

10 – Das Musée des Égouts de Paris
Paris, 7. Arrondissement – Metro: Alma-Marceau – kostenlos für unter 18-Jährige sowie unter 26-Jährige aus EU-Ländern – Für Teenager, die ungewöhnliche Orte mögen.
Dieser originelle Besuch gefällt Teenagern, weil er sich wie eine Erkundung des städtischen Untergrunds anfühlt. Ungewöhnlich und interessant! Ich sollte allerdings erwähnen, dass vor allem Ticoeur begeistert war – vielleicht wegen seines Interesses an Technik? Titpuce hingegen blieb besonders der Geruch in Erinnerung! Eindruck hinterlassen hat das Erlebnis bei ihr auf jeden Fall.
Auch bei einer Hitzewelle findet ihr hier unten immer Abkühlung.

11 – Mitten in Paris nach Japan reisen
Für Teenager, die japanische Kultur und Küche mögen.
Unsere Teenager lieben Gerichte aus aller Welt, besonders aus Asien. Deshalb nutzen wir unsere Parisbesuche immer für einen Abstecher in ein asiatisches Restaurant. Japan fasziniert sie dabei am meisten. Für ein immersives Erlebnis haben wir bei Kodawari Ramen (12 Rue de Richelieu, Paris, 1. Arrondissement) zu Mittag gegessen. Das japanische Nudelrestaurant versetzte uns sofort nach Japan! Die Kulisse ist sehr überzeugend – man fühlt sich wie auf dem Fischmarkt in Tokio. Die Kinder waren begeistert! Eine zweite Filiale ist alten Tokioter Gassen nachempfunden und mit kleinen Laternen dekoriert (Kodawari Ramen, 29 Rue Mazarine, Paris, 6. Arrondissement); dort werden Brühen auf Fleischbasis serviert. Reservieren kann man nicht. Am besten kommt ihr deshalb eine Viertelstunde vor der Öffnung und wählt einen Mittag unter der Woche.

12 – Ein Escape Room rund um Paris
Paris, 19. Arrondissement – Metro: Stalingrad oder Jaurès – kostenpflichtig – Zum gemeinsamen Spielen!
Ein Escape Room ist eine tolle Familienaktivität mit Teenagern: spielerisch und unterhaltsam. Noch besser, wenn das Spiel sich um Paris dreht! Als Referenz gilt Le Magicien de Paris. Das Abenteuer entführt euch in der Kulisse der Cité des Martyrs in die Unterwelt der Hauptstadt. Es eignet sich ab zwölf Jahren, für zwei bis sechs Personen, dauert 70 Minuten und ist auf Französisch oder Englisch verfügbar. Reserviert am besten mehrere Tage im Voraus.
Natürlich gibt es in allen Arrondissements der Hauptstadt viele weitere Escape Rooms zu ganz unterschiedlichen Themen.
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Und dann wären da noch die großen Klassiker für jedes Alter!
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Paris faszinieren Groß und Klein. Selbst als Teenager bekommen unsere Kinder nicht genug von:
- Dem Eiffelturm, den sie für eine sportlichere Besichtigung gern zu Fuß über die Treppe bis zur zweiten Etage erklommen haben!
- Montmartre: wegen der dörflichen Atmosphäre und der Künstler auf der Place du Tertre. Titpuce schaut ihnen gern beim Porträtzeichnen zu.
- Der Opéra Garnier: Titpuce empfiehlt allen, die wie sie klassisches Ballett lieben, dieses prachtvolle Gebäude zu besichtigen!

Alle großen Klassiker findet ihr in meinem Artikel:
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Und ihr? Kommt ihr bald mit Teenagern nach Paris? Welche Besichtigungen habt ihr geplant?
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